Kognitive Symptome in der Schizophrenie biologisch erklärt?
In einer Ende März veröffentlichten Studie konnten Forschende erstmalig eine biologische Ursache für die kognitive Beeinträchtigungen in der Schizophrenie finden. Das Team um Projektgruppenleiter Florian Raabe und Michael Ziller von der Universität Münster hatte in einer zuvor publizierten Studie schon gezeigt: Neuronen, die aus Stammzellen von Schizophrenie-Patient*innen hergestellt wurden, wiesen Defizite in der Anzahl der Synapsen auf. In der aktuellen Studie kombinierten die Forschenden nun klinische mit zellulärer Information, um so Daten der gleichen Personen auf mehreren Ebenen zu analysieren. Das Ergebnis: Je stärker die Beeinträchtigung der Synapsen auf zellulärer Ebene, desto stärker die kognitiven Probleme. „Das ist der erste Hinweis darauf, dass die kognitiven Symptome bei Schizophrenie auf eine ganz konkrete biologische Ursache zurückgehen“, so Raabe.
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